Der Bund plant für 2026 Ausgaben von
Bundeshaushalt der Schweiz: 91,1 Mrd. CHF
Voranschlag (geplant)
Woher das Geld der Eidgenossenschaft kommt und wofür der Bund es ausgibt — aus der Staatsrechnung und dem Voranschlag der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV). Alle Beträge in Franken.
Eidgenössische Finanzverwaltung, Open Government Data „Gesamthaushalt“ (CSV) · Stand 20.08.2026 · efv.admin.ch Herkunft anzeigen
- Eidgenössische Finanzverwaltung, Open Government Data „Gesamthaushalt“ (CSV)
Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 20.08.2026
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Woher kommt das Geld?
Der Bund erwartet für 2026 Einnahmen von 90,4 Mrd. CHF. Die grössten Quellen: Direkte Bundessteuer und Ergänzungssteuer (38,4 %), Mehrwertsteuer (31,1 %), Übrige Verbrauchssteuern (8,6 %).
Direkte Bundessteuer und Ergänzungssteuer34,7 Mrd. CHF38,4 %
- Direkte Bundessteuer juristische Personen17,5 Mrd. CHF
- Direkte Bundessteuer natürliche Personen15,6 Mrd. CHF
- Ergänzungssteuer1,6 Mrd. CHF
Mehrwertsteuer28,1 Mrd. CHF31,1 %
- MWST, Allgemeine Bundesmittel21,4 Mrd. CHF
- Finanzierung AHV4,8 Mrd. CHF
- Krankenversicherung 5%1,1 Mrd. CHF
- Finanzierung Bahninfrastruktur770,0 Mio. CHF
Übrige Verbrauchssteuern7,7 Mrd. CHF8,6 %
- Mineralölsteuer4,1 Mrd. CHF
- Tabaksteuer2,0 Mrd. CHF
- Netzzuschlag1,3 Mrd. CHF
- Spirituosensteuer277,7 Mio. CHF
- Biersteuer110,2 Mio. CHF
Verrechnungssteuer6,7 Mrd. CHF7,4 %
- Verrechnungssteuer (Schweiz)6,6 Mrd. CHF
- Steuerrückbehalt USA15,0 Mio. CHF
Verkehrsabgaben2,6 Mrd. CHF2,9 %
- Schwerverkehrsabgabe1,7 Mrd. CHF
- Automobilsteuer478,1 Mio. CHF
- Nationalstrassenabgabe439,3 Mio. CHF
Stempelabgaben2,5 Mrd. CHF2,8 %
- Umsatzabgabe1,4 Mrd. CHF
- Prämienquittungsstempel und Übrige860,0 Mio. CHF
- Emissionsabgabe260,0 Mio. CHF
Alle Einnahmearten ansehen
- Regalien und Konzessionen1,4 Mrd. CHF1,6 %
- Entgelte1,4 Mrd. CHF1,6 %
Lenkungsabgaben1,2 Mrd. CHF1,4 %
- CO₂-Abgabe1,1 Mrd. CHF
- Lenkungsabgabe VOC107,3 Mio. CHF
- Altlastenabgabe48,0 Mio. CHF
- Investitionseinnahmen1,1 Mrd. CHF1,2 %
- Verschiedene Einnahmen735,7 Mio. CHF0,8 %
- Zölle701,1 Mio. CHF0,8 %
- Kantonsbeiträge644,9 Mio. CHF0,7 %
- Finanzeinnahmen389,2 Mio. CHF0,4 %
- Spielbankenabgabe377,0 Mio. CHF0,4 %
- Übrige Fiskaleinnahmen2,7 Mio. CHFunter 0,1 %
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Wofür wird es ausgegeben?
Die meisten Mittel gehen an: Soziale Wohlfahrt (34,9 %), Finanzen und Steuern (16,6 %), Verkehr (11,8 %).
Soziale Wohlfahrt31,8 Mrd. CHF34,9 %
- Altersversicherung17,1 Mrd. CHF
- Invalidenversicherung4,3 Mrd. CHF
- Krankenversicherung3,8 Mrd. CHF
- Migration3,7 Mrd. CHF
- Ergänzungsleistungen2,2 Mrd. CHF
- Arbeitslosenversicherung / Arbeitsvermittlung332,8 Mio. CHF
- Militärversicherung186,7 Mio. CHF
- Familienpolitik, Gleichstellung81,8 Mio. CHF
- Sozialer Wohnungsbau / Wohnbauförderung35,7 Mio. CHF
Finanzen und Steuern15,1 Mrd. CHF16,6 %
- Anteile an Bundeseinnahmen9,9 Mrd. CHF
- Finanzausgleich4,3 Mrd. CHF
- Geldbeschaffung, Vermögens- und Schuldenverwaltung902,7 Mio. CHF
Verkehr10,7 Mrd. CHF11,8 %
- Schienenverkehr und öffentlicher Verkehr7,4 Mrd. CHF
- Strassenverkehr3,2 Mrd. CHF
- Luftfahrt210,3 Mio. CHF
Bildung und Forschung9,0 Mrd. CHF9,9 %
- Grundlagenforschung3,5 Mrd. CHF
- Hochschulen2,4 Mrd. CHF
- Angewandte Forschung2,0 Mrd. CHF
- Berufsbildung1,0 Mrd. CHF
- Übriges Bildungswesen57,1 Mio. CHF
Sicherheit7,8 Mrd. CHF8,6 %
- Militärische Landesverteidigung6,6 Mrd. CHF
- Polizei, Strafvollzug, Nachrichtendienst612,2 Mio. CHF
- Grenzkontrollen424,7 Mio. CHF
- Bevölkerungsschutz und Zivildienst176,8 Mio. CHF
Beziehungen zum Ausland - Internationale Zusammenarbeit3,8 Mrd. CHF4,2 %
- Entwicklungshilfe (Süd- und Ostländer)2,9 Mrd. CHF
- Politische Beziehungen737,3 Mio. CHF
- Wirtschaftliche Beziehungen211,5 Mio. CHF
Alle 12 Aufgabengebiete ansehen
Institutionelle und finanzielle Voraussetzungen3,7 Mrd. CHF4,1 %
- Interne Dienstleistungen1,7 Mrd. CHF
- Steuerpolitik598,9 Mio. CHF
- Auswertung und Erhebung von Daten364,8 Mio. CHF
- Unterstützung Legislative und Exekutive359,4 Mio. CHF
- Gerichte und Strafverfolgung325,0 Mio. CHF
- Ressourcen- und Verwaltungssteuerung237,0 Mio. CHF
- Allgemeines Rechtswesen149,1 Mio. CHF
- Landwirtschaft und Ernährung3,7 Mrd. CHF4,1 %
Wirtschaft2,6 Mrd. CHF2,8 %
- Energie2,3 Mrd. CHF
- Wirtschaftsordnung149,6 Mio. CHF
- Standortförd., Regionalpolitik, wirtsch. Landesversorgung128,7 Mio. CHF
Umwelt und Raumordnung1,8 Mrd. CHF2,0 %
- Umwelt1,2 Mrd. CHF
- Schutz vor Naturgefahren332,9 Mio. CHF
- Naturschutz215,1 Mio. CHF
- Raumordnung18,8 Mio. CHF
Kultur und Freizeit654,6 Mio. CHF0,7 %
- Sport274,1 Mio. CHF
- Kulturerhaltung163,2 Mio. CHF
- Kulturförderung144,7 Mio. CHF
- Medienpolitik72,6 Mio. CHF
- Gesundheit349,5 Mio. CHF0,4 %
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Schulden und Schuldenbremse
Geplant ist ein Defizit von 0,7 Mrd. CHF.
Die Schuldenbremse erlaubt 2026 höchstens 90,7 Mrd. CHF an ordentlichen Ausgaben. Die ordentlichen Ausgaben von 90,6 Mrd. CHF liegen 0,1 Mrd. CHF darunter. Im ordentlichen Haushalt ergibt sich ein Defizit von 0,6 Mrd. CHF.
Die Bruttoschulden des Bundes betragen 130,7 Mrd. CHF (geplant für Ende 2026).
Die Schuldenbremse steht seit 2003 in der Bundesverfassung (Art. 126). Über einen Konjunkturzyklus dürfen die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen: In schwachen Jahren darf der Bund etwas mehr ausgeben, in guten muss er Überschüsse machen. Daraus ergibt sich jedes Jahr ein Höchstbetrag für die ordentlichen Ausgaben. Ausserordentliche Ausgaben, etwa in einer Krise, zählen nicht dazu; sie müssen später über das Amortisationskonto ausgeglichen werden.
Eidgenössische Finanzverwaltung, Open Government Data „Gesamthaushalt“ (CSV) · Stand 20.08.2026 · efv.admin.ch Herkunft anzeigen
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Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 20.08.2026
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Wirtschaftsleistung: das Bruttoinlandsprodukt
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Jahr im Inland hergestellt werden, abzüglich dessen, was dafür an Vorleistungen verbraucht wurde. Es ist die wichtigste Zahl, um einen Staatshaushalt einzuordnen: Ausgaben, Schulden und Defizite werden meist im Verhältnis zum BIP verglichen.
In der Schweiz wurden 2025 Waren und Dienstleistungen im Wert von 867,5 Mrd. CHF erwirtschaftet. Preisbereinigt wuchs es gegenüber dem Vorjahr um 1,3 %.
- BIP 2025
- 867,5 Mrd. CHF
- Reales Wachstum
- +1,3 %
- je Einwohner
- 95.384 CHF
Die Ausgaben des Bundes im Voranschlag 2026 entsprechen 10,5 % des BIP (Ausgaben 2026, BIP 2025). Das ist keine Staatsquote: Ausgaben der Länder bzw. Kantone, der Gemeinden und der Sozialversicherungen sind nicht enthalten.
Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (nama_10_gdp), Schweiz · Stand 21.09.2026 · ec.europa.eu Herkunft anzeigen
- Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (nama_10_gdp), Schweiz
Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 21.09.2026
SHA-256:d8d57e9aa2b6a21e6a25124de887a7750d9bbf4696549e028d056ea011fdb79c - Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (nama_10_gdp, preisbereinigt), Schweiz
Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 21.09.2026
SHA-256:4bdd2c966801c8eff016c69fa8a3eda97c269811e37a42e6eb36ceb87e0a442b - Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Bevölkerung (nama_10_pe), Schweiz
Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 14.09.2026
SHA-256:255f5a2d7a41b28636154eda97b6d27aaf1ebd8b1a6e7f088aa78e2be305d665
Wie wird das BIP berechnet?
Es gibt drei Wege, die zum selben Ergebnis führen müssen. Die Statistikämter rechnen alle drei und gleichen sie gegeneinander ab — das macht die Zahl belastbar.
Entstehungsrechnung: Wo wird produziert?
Für jeden Wirtschaftsbereich — Industrie, Bau, Handel, Finanzen, öffentliche Dienste usw. — wird gerechnet, was er produziert, abzüglich dessen, was er dafür bei anderen eingekauft hat. So zählt jeder Wert nur einmal: das Mehl im Brot steckt schon in der Wertschöpfung der Mühle, nicht noch einmal bei der Bäckerei.
Produktionswert − Vorleistungen = Bruttowertschöpfung; + Gütersteuern − Gütersubventionen = BIP
Verwendungsrechnung: Wofür wird es verwendet?
Alles, was produziert wird, wird entweder verbraucht, investiert oder ins Ausland verkauft. Was aus dem Ausland kommt, wird abgezogen. Die Zahlen unten zeigen diesen Weg mit den amtlichen Werten.
Konsum + Investitionen + Exporte − Importe = BIP
Verteilungsrechnung: Wer bekommt die Einkommen?
Die erwirtschafteten Werte fliessen als Einkommen an jemanden: als Löhne samt Sozialbeiträgen an die Beschäftigten, als Gewinne und Zinsen an Unternehmen und Kapitalgeber. Dazu kommen Abschreibungen und Steuern auf die Produktion.
Arbeitnehmerentgelt + Unternehmens- und Vermögenseinkommen + Abschreibungen + Produktions- und Importabgaben − Subventionen = BIP
Schweiz 2025: Verwendung des BIP
Private Konsumausgaben429,7 Mrd. CHF49,5 % des BIP
Was private Haushalte für Wohnen, Essen, Mobilität, Freizeit usw. ausgeben, dazu Vereine, Kirchen und Stiftungen.
Konsumausgaben des Staates104,5 Mrd. CHF12,0 % des BIP
Was der Staat für Leistungen ausgibt, die er ohne direkten Verkauf bereitstellt: Schulen, Verwaltung, Polizei, Gesundheit.
Bruttoinvestitionen255,8 Mrd. CHF29,5 % des BIP
Neue Bauten, Maschinen, Fahrzeuge, Software und Forschung, dazu die Veränderung der Lagerbestände.
Exporte677,1 Mrd. CHF78,1 % des BIP
Waren und Dienstleistungen, die ins Ausland verkauft werden.
Importe−599,6 Mrd. CHF-69,1 % des BIP · wird abgezogen
Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland. Sie werden abgezogen, weil sie im Inland gekauft, aber nicht im Inland erwirtschaftet wurden.
= BIP 867,5 Mrd. CHF
Eurostat, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (nama_10_gdp), Schweiz · Stand 21.09.2026 · ec.europa.eu Herkunft anzeigen
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Abgerufen am 25.09.2026 · amtlich geändert am 14.09.2026
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Einordnung
- Wer rechnet?
- In der Schweiz berechnet das Bundesamt für Statistik (BFS) das BIP im Jahresrhythmus; die Quartalsschätzungen stammen vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Grundlage ist das Europäische System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010), das auch die Schweiz anwendet. Die Werte hier stammen von Eurostat, dem Statistikamt der EU, das die Meldungen beider Länder einheitlich veröffentlicht.
- Nominal und real
- Nominal heisst: zu den Preisen des jeweiligen Jahres. Steigt das nominale BIP, kann das auch nur an höheren Preisen liegen. Das reale (preisbereinigte) Wachstum rechnet die Preisänderungen heraus und zeigt, ob tatsächlich mehr produziert wurde.
- Warum sich Werte ändern
- Die ersten Zahlen zu einem Jahr sind Schätzungen. Sobald Steuerdaten, Unternehmenserhebungen und Aussenhandelsstatistiken vollständig vorliegen, wird nachgerechnet — oft noch Jahre später. Deshalb kann dieselbe Jahreszahl hier später leicht anders aussehen.
- Was das BIP nicht misst
- Unbezahlte Arbeit wie Pflege in der Familie oder Ehrenamt, Umweltschäden, die Verteilung der Einkommen und die Lebenszufriedenheit. Das BIP misst die Wirtschaftsleistung, nicht den Wohlstand insgesamt.
- Besonderheit Schweiz: Sportverbände
- Internationale Sportverbände mit Sitz in der Schweiz (etwa FIFA, UEFA, IOC) verbuchen die Einnahmen aus grossen Turnieren in dem Jahr, in dem sie stattfinden. Das lässt das BIP in manchen Jahren sprunghaft steigen. Das SECO veröffentlicht deshalb zusätzlich ein um Sportereignisse bereinigtes BIP; hier steht das unbereinigte.